Wiener Märkte im Überblick: Von Naschmarkt bis Meidlinger Markt
Wiener Märkte sind mehr als Einkaufsorte. Ein Überblick über die bekanntesten Detailmärkte der Stadt und was jeden von ihnen auszeichnet.

Wien ist eine Stadt der Märkte. Über viele Bezirke verteilt gibt es Detailmärkte, auf denen frische Lebensmittel, Spezialitäten und oft auch Gastronomie zu finden sind. Wiener Märkte sind dabei sehr unterschiedlich: Manche sind international bekannt, andere vor allem für die Menschen im jeweiligen Grätzl wichtig. Dieser Überblick stellt die bekanntesten vor und hilft bei der Entscheidung, welcher Markt zu welchem Anlass passt.
Die großen Wiener Märkte
Naschmarkt
Der Naschmarkt zwischen Karlsplatz und Kettenbrückengasse ist der bekannteste Markt der Stadt. Er verbindet klassischen Lebensmittelhandel mit zahlreichen Lokalen und ist samstags durch den angrenzenden Flohmarkt besonders belebt. Er eignet sich für alle, die Vielfalt suchen und Einkauf mit Essen verbinden wollen.
Brunnenmarkt
Der Brunnenmarkt in Ottakring ist ein langer Straßenmarkt entlang der Brunnengasse. Er gilt als bodenständig, international geprägt und auf den Alltagseinkauf ausgerichtet. Am Yppenplatz am Ende des Marktes haben sich viele Lokale angesiedelt.
Karmelitermarkt
Der Karmelitermarkt in der Leopoldstadt liegt im historischen Karmeliterviertel. Er ist kleiner und ruhiger als der Naschmarkt, bekannt für seinen Bauernmarkt am Samstag und eine lebendige Lokalszene rund um den Markt.
Wiener Märkte in den Bezirken
Abseits der bekannten Namen gibt es zahlreiche Märkte, die vor allem von der lokalen Bevölkerung geschätzt werden:
- Meidlinger Markt im 12. Bezirk: ein Nahversorgungsmarkt mit Lebensmittelständen und Gastronomie, der sich in den vergangenen Jahren belebt hat.
- Viktor-Adler-Markt in Favoriten: einer der größeren Märkte im Süden der Stadt, geprägt von der Vielfalt des 10. Bezirks.
- Rochusmarkt auf der Landstraße: ein kompakter Markt direkt bei der U3-Station Rochusgasse.
- Kutschkermarkt in Währing: ein kleiner, eher ruhiger Markt mit regionalen Produkten.
- Hannovermarkt in der Brigittenau: ein Alltagsmarkt mit breitem, internationalem Angebot.
- Schwendermarkt in Rudolfsheim-Fünfhaus: ein kleinerer Markt, der sich immer wieder neu erfindet.
Bauernmärkte und saisonale Märkte
Neben den festen Detailmärkten gibt es in Wien Bauernmärkte, auf denen Produzentinnen und Produzenten aus Wien und dem Umland direkt verkaufen. Oft finden sie an Samstagen statt, etwa am Yppenplatz oder am Karmelitermarkt. Im Advent kommen zudem zahlreiche Weihnachtsmärkte dazu, deren Schwerpunkt aber eher auf Punsch, Glühwein und Kunsthandwerk liegt.
Welcher Markt für welchen Zweck?
- Für den Wocheneinkauf: Brunnenmarkt, Viktor-Adler-Markt, Hannovermarkt
- Für Feinkost und internationale Spezialitäten: Naschmarkt
- Für regionale Produkte und Bauernmarkt-Flair: Karmelitermarkt, Yppenplatz
- Für einen entspannten Grätzlmarkt: Kutschkermarkt, Rochusmarkt, Meidlinger Markt
Tipps für den Marktbesuch
Unabhängig vom Markt gelten ähnliche Regeln: Vormittags ist die Auswahl am größten, Bargeld ist nach wie vor praktisch, und eine eigene Einkaufstasche gehört dazu. Sonntags sind die Marktstände in der Regel geschlossen, einzelne Lokale auf den Märkten können aber abweichende Zeiten haben. Wer einen bestimmten Stand besuchen möchte, informiert sich am besten vorab.
Märkte als Teil der Stadtkultur
Wiener Märkte sind seit jeher mehr als reine Versorgungsorte. Sie sind Treffpunkte für die Nachbarschaft, Arbeitsplätze für viele Familienbetriebe und Spiegel der Bevölkerung im jeweiligen Bezirk. Wer regelmäßig auf demselben Markt einkauft, kennt bald die Standlerinnen und Standler beim Namen und bekommt oft den einen oder anderen Tipp für die Zubereitung dazu.
Häufige Fragen
Welcher ist der größte Markt in Wien?
Der Naschmarkt gilt als der bekannteste und einer der größten Märkte Wiens. Der Brunnenmarkt wird oft als einer der längsten Straßenmärkte Europas bezeichnet.
Wo gibt es in Wien Bauernmärkte?
Bekannte Bauernmärkte finden unter anderem am Karmelitermarkt und am Yppenplatz statt, meist an Samstagen.
Haben Wiener Märkte am Sonntag geöffnet?
Die Marktstände sind sonntags in der Regel geschlossen. Einzelne Gastronomiebetriebe können abweichend geöffnet haben.