Radfahren entlang der Donau in Wien: Routen, Natur und Tipps
Flach, grün und gut ausgebaut: Die Donau ist Wiens Fahrradachse. Tipps für Touren auf Donauinsel, Donaukanal und Richtung Nationalpark.

Radfahren entlang der Donau gehört in Wien zu den schönsten Möglichkeiten, Natur und Stadt zu verbinden. Die Wege am Wasser sind flach, gut ausgebaut und bieten immer wieder Ausblicke auf Fluss, Brücken und Skyline. Ob gemütliche Runde auf der Donauinsel, Ausflug in die Lobau oder eine Etappe auf dem bekannten Donauradweg – an der Donau findet jede und jeder die passende Tour.
Radfahren entlang der Donau: Die wichtigsten Strecken
Donauinsel
Die Donauinsel ist die klassische Radstrecke Wiens. Auf langen, durchgehenden Wegen fährt man fast ohne Unterbrechung zwischen Donau und Neuer Donau. Besonders die nördlichen und südlichen Abschnitte sind naturnah und weniger belebt.
Donaukanal
Der Radweg entlang des Donaukanals führt nah an der Innenstadt vorbei. Er ist ideal, um vom Zentrum aus Richtung Prater, Donauinsel oder Nussdorf zu radeln. An schönen Tagen ist hier viel los – Rücksicht auf Fußgängerinnen und Fußgänger ist wichtig.
Donauradweg
Der internationale Donauradweg führt auch durch Wien. Stromaufwärts geht es Richtung Klosterneuburg und Tullnerfeld, stromabwärts Richtung Nationalpark Donau-Auen und weiter Richtung Hainburg. Für eine Tagestour reicht oft schon ein Abschnitt.
Lobau und Nationalpark Donau-Auen
Wer Natur sucht, radelt in die Lobau. Hier ist Radfahren allerdings nur auf freigegebenen Wegen erlaubt. Die Beschilderung vor Ort gibt Auskunft.
Natur entlang der Strecke
Unterwegs lässt sich viel beobachten: Wasservögel an den Ufern, Auwald an den Rändern der Stadt und blühende Wiesen auf der Donauinsel. Im Frühling und Herbst ist das Licht besonders schön, und die Temperaturen sind angenehm.
Regeln für Radfahrerinnen und Radfahrer
- Auf gemeinsamen Geh- und Radwegen Rücksicht nehmen und Tempo anpassen
- Klingel und funktionierende Beleuchtung sind vorgeschrieben
- Kinder unter einer bestimmten Altersgrenze müssen einen Helm tragen; für alle anderen wird er empfohlen
- In Naturschutzgebieten nur auf erlaubten Wegen fahren
Die genauen Bestimmungen der Straßenverkehrsordnung bzw. Fahrradverordnung im Zweifel auf oesterreich.gv.at oder wien.gv.at nachlesen.
Rad und Öffis kombinieren
In Wien können Fahrräder in bestimmten öffentlichen Verkehrsmitteln zu festgelegten Zeiten mitgenommen werden. So lässt sich eine Tour flexibel planen – etwa hin mit dem Rad, zurück mit der U-Bahn. Die aktuellen Regeln zur Fahrradmitnahme bitte bei den Wiener Linien prüfen.
Ausrüstung für die Donau-Tour
- Gut gewartetes Rad mit funktionierenden Bremsen und Licht
- Helm
- Flickzeug und Pumpe
- Ausreichend Wasser – auf längeren Abschnitten gibt es wenige Einkehrmöglichkeiten
- Sonnenschutz, da es am Wasser kaum Schatten gibt
- Windjacke – an der Donau weht oft ein kräftiger Wind
- Fahrradschloss für Pausen
Tipps für Familien
Die Donauinsel ist ideal für Familien: Sie ist flach, autofrei und bietet Spielplätze sowie Badestellen. Für Kinder auf eigenen Rädern empfiehlt es sich, ruhigere Abschnitte und Tageszeiten zu wählen.
Die beste Zeit für Touren an der Donau
Frühling und Herbst sind ideal, weil die Temperaturen angenehm sind und auf den Wegen weniger Betrieb herrscht als im Hochsommer. Wer im Sommer fährt, startet am besten früh am Morgen oder am Abend. Auch im Winter sind viele Abschnitte befahrbar, bei Nässe, Laub oder Glätte ist aber besondere Vorsicht angebracht.
Häufige Fragen
Ist die Donauinsel gut zum Radfahren?
Ja, die Donauinsel bietet lange, flache und autofreie Wege, die sich ideal zum Radfahren eignen.
Führt der Donauradweg durch Wien?
Ja, der Donauradweg verläuft durch Wien und verbindet die Stadt mit Regionen stromauf- und stromabwärts.
Darf man in der Lobau Rad fahren?
Ja, aber nur auf freigegebenen Wegen. Die Beschilderung vor Ort beachten.