Augarten: Barockpark, alte Bäume und Ruhe in der Leopoldstadt
Der Augarten ist einer der ältesten Barockparks Wiens. Was ihn so besonders macht und wie man ihn auf einem Spaziergang am besten erlebt.

Zwischen Leopoldstadt und Brigittenau liegt eine der traditionsreichsten Grünflächen Wiens: der Augarten. Der Park im 2. Bezirk ist ein barocker Garten mit langen Alleen, alten Bäumen und weiten Wiesen. Gleichzeitig prägen zwei mächtige Flaktürme aus dem Zweiten Weltkrieg das Bild. Diese Mischung aus Natur, Kunst und Geschichte macht den Augarten zu einem der spannendsten Parks der Stadt – und zu einem Ort, an dem man auch ohne Ausflug in die Natur durchatmen kann.
Die Geschichte des Augartens
Der Augarten wurde schon im 17. Jahrhundert als kaiserlicher Garten angelegt. Kaiser Joseph II. öffnete ihn im 18. Jahrhundert für die Bevölkerung – damit gilt er als einer der ersten öffentlich zugänglichen Parks Wiens. Heute steht der Park unter Denkmalschutz und wird von den Österreichischen Bundesgärten betreut.
Im Augartenpalais sind die Wiener Sängerknaben beheimatet, und die Porzellanmanufaktur Augarten hat hier ihren Sitz.
Naturerlebnis im Augarten
Auch wenn der Augarten ein gestalteter Barockpark ist, bietet er ein überraschend naturnahes Erlebnis. Die alten Kastanien und Linden spenden im Sommer Schatten, und auf den Wiesen tummeln sich Vögel und Eichhörnchen. Typisch für den Augarten sind:
- Lange, schnurgerade Alleen mit hohen Bäumen
- Weite Wiesenflächen, die zum Liegen und Lesen einladen
- Ruhige Ecken abseits der Hauptwege
- Ein dichter Altbaumbestand, der Lebensraum für viele Tiere bietet
Die Flaktürme
Zwei der insgesamt sechs Wiener Flaktürme stehen im Augarten: ein Gefechtsturm und ein Leitturm. Die massiven Betonbauten sind stumme Zeugen der NS-Zeit und stehen heute unter Denkmalschutz. Sie bilden einen starken Kontrast zur barocken Gartenarchitektur und regen zum Nachdenken über die Geschichte der Stadt an.
Spaziergang durch den Augarten
Ein Rundgang lässt sich gut mit einem Spaziergang durch die angrenzenden Grätzl verbinden. Ideen für die Route:
- Vom Haupteingang entlang der großen Allee bis zum Palais
- Ein Abstecher zu den Flaktürmen
- Über die Wiesen zurück und durch die Seitenalleen
- Danach weiter zum Donaukanal oder ins Karmeliterviertel
Augarten mit Kindern
Für Familien hat der Augarten einiges zu bieten. Es gibt Spielplätze, viel Platz zum Laufen und schattige Bereiche für heiße Tage. Die flachen Wege sind problemlos mit dem Kinderwagen befahrbar.
Regeln und Öffnungszeiten
Der Augarten ist ein Bundesgarten und hat Öffnungszeiten, die sich nach der Jahreszeit richten. Es gibt außerdem Regeln, etwa zu Hunden, Radfahren und Betretung bestimmter Flächen. Die aktuelle Parkordnung und Öffnungszeiten am besten auf der Website der Bundesgärten prüfen.
Anreise
Der Augarten ist gut mit öffentlichen Verkehrsmitteln erreichbar. Mehrere Straßenbahn- und Buslinien halten in der Nähe der verschiedenen Eingänge; auch die U-Bahn-Stationen der Leopoldstadt sind nicht weit. Die beste Verbindung am einfachsten in der App der Wiener Linien abfragen.
Praktische Tipps
- Unter der Woche ist es ruhiger als am Wochenende
- Eine Decke für die Wiesen mitnehmen
- Im Herbst lohnt der Besuch wegen des bunten Laubs der Alleen
- Zeit für einen Kaffee in einem der Lokale im oder am Park einplanen
Häufige Fragen
Wo liegt der Augarten?
Der Augarten liegt im 2. Bezirk Leopoldstadt, an der Grenze zur Brigittenau.
Darf man im Augarten mit dem Hund spazieren?
Es gibt Regeln für Hunde, die je nach Bereich unterschiedlich sein können. Die aktuelle Parkordnung der Bundesgärten gibt Auskunft.
Was sind die Türme im Augarten?
Es handelt sich um zwei Flaktürme aus dem Zweiten Weltkrieg, die heute unter Denkmalschutz stehen.