Siebenhirten: Der Ortsteil an der U6-Endstation im Porträt
Endstation der U6, Betriebsgebiete und neue Wohnquartiere: Was Siebenhirten im Süden des 23. Bezirks ausmacht und wie man sich dort zurechtfindet.

Siebenhirten kennen viele Wienerinnen und Wiener vor allem als Endstation der U6. Doch der Ortsteil im Süden des 23. Bezirks Liesing ist mehr als ein Umsteigepunkt. Siebenhirten war über Jahrhunderte ein eigenständiges Dorf, gehört seit 1938 zu Wien und hat sich seither vom ländlichen Ort zu einem Mix aus Wohnsiedlungen, Gewerbeflächen und neuen Stadtquartieren entwickelt. Die Postleitzahl lautet 1230.
Siebenhirten: Vom Dorf zum Stadtteil
Siebenhirten war ursprünglich ein kleines Bauerndorf südlich von Wien. Landwirtschaft prägte den Ort lange, ehe im 19. und 20. Jahrhundert Ziegeleien und Gewerbebetriebe hinzukamen. Wie die anderen Orte des heutigen 23. Bezirks wurde Siebenhirten 1938 nach Wien eingemeindet. Seit 1954 gehört es zum Bezirk Liesing. Über die Herkunft des Namens gibt es verschiedene Deutungen; meist wird er mit Hirten in Verbindung gebracht, die genaue Entstehung ist aber nicht eindeutig belegt.
Verkehr: Endstation der U6
Seit der Verlängerung der U6 in den 1990er-Jahren ist Siebenhirten an das Wiener U-Bahn-Netz angeschlossen. Die Station ist die südliche Endstation der Linie, die quer durch die Stadt bis Floridsdorf führt. Am Knoten Siebenhirten treffen zudem mehrere Buslinien aufeinander, auch Regionalbusse ins südliche Umland. Für Pendlerinnen und Pendler aus Niederösterreich ist die Station deshalb ein wichtiger Umsteigepunkt. Die nahe gelegenen Autobahnen und der Außenring machen den Ortsteil auch für den Autoverkehr gut erreichbar.
Nachbarstationen
Vor Siebenhirten hält die U6 an der Perfektastraße und an der Erlaaer Straße. Von dort ist auch der Wohnpark Alterlaa schnell erreichbar.
Wohnen in Siebenhirten
Das Wohnangebot ist vielfältig. Neben älteren Siedlungshäusern und Gemeindebauten sind in den vergangenen Jahren auf früheren Gewerbe- und Freiflächen neue Wohnanlagen entstanden. Siebenhirten eignet sich für Menschen, die eine gute U-Bahn-Anbindung schätzen und gleichzeitig nahe an der Stadtgrenze wohnen wollen. Wer pendelt, profitiert von der Lage zwischen Stadt und Umland. Ruhigere Wohnlagen finden sich abseits der Hauptverkehrsstraßen.
Arbeiten und Einkaufen
Siebenhirten ist Teil eines der größten Betriebsgebiete Wiens. Rund um die Ketzergasse und die Industriestraßen im Süden des Bezirks haben sich Gewerbe, Logistik und Handwerk angesiedelt. Für den Einkauf gibt es Supermärkte und Fachmärkte in der Umgebung. Größere Einkaufszentren liegen sowohl in Liesing als auch südlich der Stadtgrenze in Reichweite.
Freizeit und Grünraum
Grünflächen gibt es in Form von Parks und Kleingartenanlagen. Der Liesingbach bietet einen Rad- und Fußweg, der Siebenhirten mit anderen Teilen des Bezirks verbindet. Für Ausflüge in den Wienerwald empfiehlt sich der Weg Richtung Mauer oder Rodaun.
Grätzl-Tipps
- Den Radweg entlang des Liesingbachs Richtung Atzgersdorf nutzen.
- Mit der U6 ohne Umsteigen bis zum Gürtel und weiter nach Floridsdorf fahren.
- Einen Ausflug zur Wotrubakirche in Mauer einplanen.
Siebenhirten als Tor zum Süden
Durch die Lage an der Stadtgrenze ist Siebenhirten für viele der erste Kontakt mit Wien, wenn sie aus dem südlichen Niederösterreich in die Stadt pendeln. Park-and-Ride-Angebote und die direkte U-Bahn-Verbindung machen den Umstieg vom Auto auf die Öffis einfach. Diese Funktion als Verkehrsdrehscheibe prägt den Ortsteil ebenso wie seine Wohn- und Gewerbegebiete.
Häufige Fragen
Zu welchem Bezirk gehört Siebenhirten?
Siebenhirten ist ein Ortsteil des 23. Bezirks Liesing mit der Postleitzahl 1230.
Welche U-Bahn fährt nach Siebenhirten?
Die U6 hat ihre südliche Endstation in Siebenhirten.
Seit wann gehört Siebenhirten zu Wien?
Siebenhirten wurde 1938 nach Wien eingemeindet und gehört seit 1954 zum Bezirk Liesing.