4. Bezirk Wien: Wieden zwischen Karlsplatz und Freihausviertel
Die Wieden ist klein, zentral und erstaunlich vielseitig: Karlskirche, Technische Universität, das Freihausviertel und kurze Wege in die Innere Stadt prägen den 4. Bezirk Wien.

Der 4. Bezirk Wien, die Wieden, liegt direkt südlich der Inneren Stadt und gehört zu den zentralsten Wohngegenden der Stadt. Mit der Postleitzahl 1040 reicht er vom Karlsplatz bis zum Gürtel und vom Wienfluss bis an die Grenze zur Landstraße. Wer hier lebt oder arbeitet, ist in wenigen Minuten am Ring, an der Oper oder am Hauptbahnhof. Gleichzeitig wirkt die Wieden in vielen Gassen ruhiger, als man es von einem so zentralen Bezirk erwarten würde.
4. Bezirk Wien im Überblick: Lage und Charakter
Die Wieden ist eine der ehemaligen Vorstädte, die im 19. Jahrhundert eingemeindet wurden. Ihr Name geht auf ein altes Siedlungsgebiet vor den Toren der mittelalterlichen Stadt zurück. Heute prägen Gründerzeithäuser, Botschaften, Universitätsinstitute und kleine Geschäfte das Bild. Der Bezirk ist flächenmäßig überschaubar, was ihn gut zu Fuß erkundbar macht. Die Wiedner Hauptstraße zieht sich als zentrale Achse von Norden nach Süden und verbindet die Gegend rund um den Karlsplatz mit dem südlichen Teil des Bezirks.
Sehenswertes auf der Wieden
Das bekannteste Bauwerk ist die Karlskirche, einer der bedeutendsten Barockbauten Wiens, mit ihrer markanten Kuppel und den beiden Säulen. Davor liegt der Resselpark, benannt nach dem Erfinder Josef Ressel. Direkt am Karlsplatz befinden sich das Wien Museum und das Hauptgebäude der Technischen Universität Wien. Etwas weiter südlich erstreckt sich das Theresianum, eine traditionsreiche Bildungseinrichtung mit großem Park. Im Osten grenzt die Wieden an das Areal rund um das Schloss Belvedere.
Das Freihausviertel
Zwischen Wienzeile, Operngasse und Schleifmühlgasse liegt das Freihausviertel. Der Name erinnert an das einstige Freihaus, einen riesigen Wohnkomplex, der lange Zeit als eines der größten Mietshäuser der Stadt galt. Auf seinem Gelände stand das Theater auf der Wieden, wo 1791 Mozarts „Zauberflöte“ uraufgeführt wurde. Heute ist das Viertel für Galerien, kleine Lokale und inhabergeführte Läden bekannt und gilt als eines der lebendigsten Grätzl im Bezirk.
Öffis im 4. Bezirk
Die Anbindung ist hervorragend. Der Karlsplatz ist mit U1, U2 und U4 einer der wichtigsten Knoten im Wiener U-Bahn-Netz. Die U1 hält zusätzlich an der Taubstummengasse und am Südtiroler Platz, die U4 an der Kettenbrückengasse. Dazu kommen mehrere Straßenbahnlinien, etwa der D entlang der Prinz-Eugen-Straße und der 62 auf der Wiedner Hauptstraße, sowie Buslinien wie der 13A. Der Hauptbahnhof liegt direkt an der südlichen Bezirksgrenze.
Wohnen auf der Wieden
Der Bezirk ist als Wohnort gefragt, vor allem wegen der zentralen Lage und der guten Infrastruktur. Typisch sind Altbauwohnungen in Gründerzeithäusern, ergänzt durch einzelne Neubauten. Rund um das Theresianum und die Botschaftsgegend wirkt die Wieden eher ruhig und bürgerlich, im Freihausviertel und rund um den Naschmarkt urbaner und belebter. Studierende der TU prägen das Straßenbild in der Nähe des Karlsplatzes.
Grätzl-Tipps
- Schleifmühlgasse: Galerien und kleine Geschäfte auf engem Raum.
- Naschmarkt: an der Grenze zu Mariahilf, ideal für einen Spaziergang am Samstag.
- Resselpark: Treffpunkt vor der Karlskirche, besonders bei schönem Wetter.
- Rilkeplatz und Mühlgasse: ruhige Ecken abseits der Hauptstraßen.
- Alois-Drasche-Park: grüne Insel im Süden des Bezirks.
Häufige Fragen
Welche Postleitzahl hat der 4. Bezirk Wien?
Die Wieden hat die Postleitzahl 1040. Die mittleren Ziffern 04 stehen für die Bezirksnummer.
Was ist das Freihausviertel?
Das Freihausviertel ist ein Grätzl rund um die Schleifmühlgasse, benannt nach dem historischen Freihaus. Es ist für Galerien, Lokale und kleine Läden bekannt.
Wie kommt man am besten auf die Wieden?
Am einfachsten mit der U-Bahn: Der Karlsplatz wird von U1, U2 und U4 angefahren, dazu kommen die U1-Stationen Taubstummengasse und Südtiroler Platz.