Mistplatz Wien: Richtig entsorgen und Müll trennen
Sperrmüll, Elektrogeräte, Problemstoffe: Was auf den Mistplatz in Wien gehört und wie Mülltrennung im Haushalt funktioniert.

Ein altes Sofa, ein kaputter Föhn oder Farbreste aus dem Keller – nicht alles passt in die Restmülltonne. Für solche Fälle gibt es den Mistplatz Wien – genauer gesagt mehrere davon. Die Stadt betreibt mehrere Mistplätze, auf denen Haushalte verschiedenste Abfälle abgeben können. Gemeinsam mit der Mülltrennung im Haushalt bilden sie das Rückgrat der Wiener Abfallwirtschaft. Dieser Ratgeber zeigt, was wohin gehört.
Was ist ein Mistplatz Wien?
Mistplätze sind Sammelstellen der Stadt Wien, die von der zuständigen Magistratsabteilung für Abfallwirtschaft, Straßenreinigung und Fuhrpark betrieben werden – in Wien besser bekannt als „die 48er“. Hier können Privatpersonen Abfälle abgeben, die nicht über die Tonnen im Wohnhaus entsorgt werden sollen. Die Standorte sind über das Stadtgebiet verteilt und auf wien.gv.at sowie im digitalen Stadtplan eingezeichnet.
Was man am Mistplatz abgeben kann
- Sperrmüll wie Möbel, Matratzen oder Teppiche
- Elektro- und Elektronikaltgeräte
- Problemstoffe wie Farben, Lacke, Batterien oder Medikamente
- Grünschnitt und Gartenabfälle
- Altholz, Metall und Bauschutt in haushaltsüblichen Mengen
- Altkleider und wiederverwendbare Gegenstände
Welche Mengen angenommen werden und ob für bestimmte Abfälle Gebühren anfallen, ist auf der offiziellen Seite angegeben. Abfälle aus Gewerbebetrieben unterliegen eigenen Regeln.
Mülltrennung im Haushalt
Ein großer Teil des Abfalls lässt sich bereits zu Hause trennen. In Wiener Wohnhausanlagen und an Sammelinseln stehen dafür unterschiedliche Behälter zur Verfügung.
- Altpapier: Zeitungen, Kartons, Verpackungen aus Papier
- Kunststoff- und Metallverpackungen: je nach geltendem Sammelsystem
- Glas: getrennt nach Weiß- und Buntglas
- Biomüll: Küchen- und Gartenabfälle ohne Plastik
- Restmüll: alles, was nicht verwertet werden kann
Die Sammelsysteme wurden in den vergangenen Jahren teilweise angepasst. Welche Verpackungen aktuell in welchen Behälter gehören, erklärt die Stadt Wien auf ihren Abfallseiten und in Info-Materialien.
Problemstoffe richtig entsorgen
Problemstoffe dürfen keinesfalls in den Restmüll oder in den Abfluss. Dazu zählen etwa Batterien, Energiesparlampen, Chemikalien, Altöl oder Spraydosen mit Restinhalt. Neben den Mistplätzen gibt es in Wien auch Problemstoffsammelstellen, deren Standorte und Termine auf wien.gv.at veröffentlicht werden. Viele Handelsbetriebe nehmen zudem Batterien und Elektrokleingeräte zurück.
Sperrmüll abholen lassen
Wer keinen Transport hat, kann Sperrmüll auch abholen lassen. Die Stadt bietet dafür einen eigenen Service an. Die Bedingungen und Kosten sind auf der offiziellen Seite ersichtlich.
Weitergeben statt wegwerfen
Gut erhaltene Gegenstände müssen nicht im Müll landen. Auf einigen Mistplätzen gibt es Abgabestellen für Wiederverwendbares. Daneben gibt es in Wien Second-Hand-Angebote und Tauschbörsen. So lassen sich Ressourcen schonen und Abfall vermeiden.
Fazit
Der Mistplatz Wien ist die richtige Adresse für alles, was nicht in die Tonne gehört. Wer zu Hause konsequent trennt und Problemstoffe richtig abgibt, trägt aktiv zu einer sauberen Stadt bei.
Mit dem Auto zum Mistplatz
Die meisten Haushalte bringen ihre Abfälle mit dem eigenen Auto zum Mistplatz. Vor Ort weist das Personal die Abfälle den richtigen Containern zu. Es hilft, die Ladung schon zu Hause grob vorzusortieren, etwa Elektrogeräte, Holz und Kartonagen getrennt zu verpacken. Wer kein Auto besitzt, kann auf Carsharing, Leihtransporter oder den Abholservice der Stadt zurückgreifen. Zu Stoßzeiten, besonders an Samstagen, muss man mit Wartezeiten rechnen.
Häufige Fragen
Wo ist der nächste Mistplatz?
Alle Standorte sind auf wien.gv.at und im digitalen Stadtplan der Stadt Wien eingezeichnet.
Ist die Abgabe am Mistplatz kostenlos?
Für Haushalte ist die Abgabe vieler Abfälle in haushaltsüblichen Mengen möglich. Ausnahmen und Gebühren stehen auf der offiziellen Seite.
Dürfen Firmen den Mistplatz nutzen?
Für gewerbliche Abfälle gelten eigene Regeln. Unternehmen sollten sich vorab bei der Stadt Wien informieren.