Natur & Wandern

Alte Donau: Baden, Spazieren und Natur am Wiener Altarm

Die Alte Donau ist der ruhige Badesee mitten in der Stadt. Wie der Altarm entstand, wo man baden, spazieren und Boot fahren kann.

WienPuls Redaktion · 4. August 2026 · 3 Min. Lesezeit

alte donau: Symbolbild (KI-generiert)
Symbolbild, mit KI generiert (ChatGPT Image)

Die Alte Donau ist für viele Wienerinnen und Wiener der Inbegriff des Sommers in der Stadt. Der ruhige Altarm zwischen Floridsdorf und Donaustadt wirkt wie ein großer See, an dessen Ufern sich Strandbäder, Bootsverleihe, Kleingärten und Liegewiesen aneinanderreihen. Wer hier einen Nachmittag verbringt, vergisst schnell, dass das Zentrum nur wenige U-Bahn-Stationen entfernt liegt. Gleichzeitig ist die Alte Donau ein Stück Naturraum, das auch außerhalb der Badesaison einen Besuch lohnt.

Wie die Alte Donau entstanden ist

Bis ins 19. Jahrhundert floss die Donau in Wien in vielen Armen durch eine breite Aulandschaft. Mit der großen Donauregulierung im späten 19. Jahrhundert wurde der Strom in ein neues, gerades Bett gelegt. Der frühere Hauptarm wurde dabei vom Fluss abgetrennt und blieb als stehendes Gewässer zurück – die heutige Alte Donau. Sie wird vor allem über das Grundwasser gespeist und hat daher eher den Charakter eines Sees als eines Flusses.

Damit das Wasser klar bleibt, betreut die Stadt Wien das Gewässer laufend. Unter anderem werden Wasserpflanzen im Sommer gemäht, damit Baden und Bootfahren möglich bleiben, ohne das ökologische Gleichgewicht zu stören.

Baden an der Alten Donau

Die Alte Donau bietet eine ganze Reihe von Möglichkeiten zum Schwimmen – von großen Bädern bis zu frei zugänglichen Uferstellen.

Strandbäder

Das bekannteste Bad ist das Gänsehäufel, ein großes städtisches Strandbad auf einer Insel in der Alten Donau. Daneben gibt es weitere Bäder an den Ufern, etwa das Angelibad oder das Arbeiterstrandbad. Aktuelle Saisonzeiten und Eintrittspreise veröffentlichen die Betreiber auf ihren Websites.

Freie Badestellen

An mehreren Abschnitten, etwa entlang der Promenaden auf der Donaustädter Seite, gibt es öffentliche Liegewiesen mit Einstiegsmöglichkeiten ins Wasser. Diese Stellen sind meist kostenlos, an heißen Wochenenden aber entsprechend gut besucht.

Spazieren und Radfahren am Ufer

Ein großer Teil der Ufer ist über Promenaden und Wege erschlossen. Besonders angenehm ist ein Spaziergang am frühen Morgen oder am Abend, wenn das Licht flach über das Wasser fällt und Segelboote ruhig an ihren Stegen liegen. Auf manchen Abschnitten verlaufen auch Radwege, sodass sich die Alte Donau gut mit einer Radtour an der Neuen Donau oder auf der Donauinsel verbinden lässt.

  • Auf gemeinsamen Geh- und Radwegen Rücksicht nehmen
  • Abschnitte mit Kleingärten und privaten Grundstücken respektieren
  • Für längere Runden eine Karte oder App mitnehmen, da nicht alle Ufer durchgehend begehbar sind

Boote, Segeln und Stand-up-Paddling

Die Alte Donau ist ein beliebtes Revier für Ruderboote, Tretboote, Elektroboote, Segeljollen und SUP-Boards. Verleihstationen gibt es an mehreren Stellen am Ufer. Wer zum ersten Mal ein Boot mietet, sollte sich vorab über die geltenden Regeln am Gewässer informieren und auf Badende in Ufernähe achten.

Natur an der Alten Donau erleben

Trotz der intensiven Nutzung ist die Alte Donau auch ein Lebensraum. Schilfgürtel, Uferbäume und ruhigere Buchten bieten Wasservögeln wie Haubentauchern, Blässhühnern und Schwänen Platz. Im Herbst und Winter, wenn die Bäder geschlossen sind, zeigt sich der Altarm von einer stillen Seite – ideal für Spaziergänge abseits des Trubels.

Anreise und praktische Tipps

Die Alte Donau ist gut öffentlich erreichbar, unter anderem über die U1 mit den Stationen Alte Donau und Kaisermühlen-VIC. Mit dem Auto ist es im Sommer schwierig, einen Parkplatz zu finden, daher sind Öffis oder das Rad die entspanntere Wahl.

  • An heißen Tagen früh kommen, um einen guten Platz zu bekommen
  • Sonnenschutz und ausreichend Wasser mitnehmen
  • Müll wieder mitnehmen und Rücksicht auf Wasservögel nehmen

Häufige Fragen

Kann man in der Alten Donau kostenlos baden?

Ja, neben den kostenpflichtigen Strandbädern gibt es öffentliche Liegewiesen und Badestellen am Ufer, die frei zugänglich sind.

Ist die Alte Donau ein Fluss oder ein See?

Ursprünglich war sie ein Hauptarm der Donau. Seit der Regulierung ist sie vom Strom getrennt und verhält sich wie ein grundwassergespeister See.

Lohnt sich die Alte Donau auch außerhalb des Sommers?

Ja. Im Herbst und Winter ist es am Ufer ruhig, und Spaziergänge sowie Vogelbeobachtungen sind dann besonders angenehm.