Wien im Herbst: Aktivitäten zwischen Weinlese und Museum
Goldene Weinberge, Sturm beim Heurigen, Wanderungen im Wienerwald und Museumstage: Wien im Herbst zeigt sich besonders vielseitig.

Wenn sich die Blätter im Wienerwald verfärben und in den Weinbergen gelesen wird, beginnt eine der schönsten Jahreszeiten der Stadt. Wien im Herbst bietet milde Tage für Ausflüge ins Grüne, aber auch ein reiches Kulturprogramm für kühlere Abende. Diese Aktivitäten passen besonders gut in die goldene Jahreszeit.
Wien im Herbst: Weinberge und Heurige
Wien ist eine der wenigen Weltstädte mit eigenem Weinbau, und der Herbst ist die Zeit der Lese. Typisch für die Saison ist der Sturm, teilweise vergorener Traubenmost, der bei Heurigen und an Ständen angeboten wird. Beliebte Ziele:
- Grinzing und Sievering: Klassische Heurigenorte im 19. Bezirk.
- Nussdorf und Nussberg: Weinberge mit Blick auf die Donau.
- Stammersdorf und Strebersdorf: Heurige und Kellergassen am Bisamberg.
- Mauer und Rodaun: Ruhigere Heurigengegend im Süden.
Rund um den Herbst findet traditionell der Wiener Weinwandertag statt, bei dem Routen durch die Weinberge führen. Das genaue Datum wird jährlich bekannt gegeben.
Wandern im bunten Wienerwald
Die Stadtwanderwege führen durch Laubwälder, die im Herbst in Gelb, Orange und Rot leuchten. Besonders reizvoll sind die Wege auf den Kahlenberg und Leopoldsberg, durch den Lainzer Tiergarten oder auf die Sophienalpe. Die meisten Ausgangspunkte sind mit Öffis erreichbar. Wer kürzere Strecken bevorzugt, findet in den großen Parks wie dem Türkenschanzpark oder dem Schlosspark Schönbrunn herbstliche Farben in Stadtnähe.
Kultur in der neuen Saison
Im Herbst starten viele Theater, Konzerthäuser und Opernbühnen in die neue Spielzeit. Museen präsentieren neue Sonderausstellungen. Ein bekanntes Ereignis ist die Lange Nacht der Museen, bei der zahlreiche Häuser bis spät geöffnet sind; Termin und Programm werden vom Veranstalter rechtzeitig veröffentlicht.
Herbstliche Genüsse
Mit den kühleren Tagen tauchen Maronistände in den Straßen auf, die gebratene Kastanien und Kartoffelpuffer verkaufen. Im Kaffeehaus schmeckt nun auch die heiße Schokolade oder ein Apfelstrudel. In vielen Wiener Gasthäusern steht in der Saison das Martinigansl auf der Karte.
Herbstaktivitäten mit Kindern
Für Familien eignen sich Spaziergänge mit Kastaniensammeln in Parks wie dem Augarten oder Prater. Kürbisfelder und Bauernhöfe am Stadtrand und im Umland laden zum Selbstpflücken ein. An Regentagen bieten das Naturhistorische Museum, das Technische Museum oder das Haus des Meeres eine Alternative.
Ausflüge ins herbstliche Umland
Die Wachau mit ihren Weinterrassen an der Donau ist im Herbst besonders stimmungsvoll. Auch Baden bei Wien, Klosterneuburg mit dem Stift und das Weinviertel sind gut erreichbare Ziele für einen Tagesausflug.
Wien im Herbst bei Schlechtwetter
Nicht jeder Herbsttag ist golden. Bei Nebel und Regen sind Museen, Thermen und Kaffeehäuser gute Alternativen. Auch eine Führung durch die Hofburg, ein Besuch im Haus des Meeres oder ein Kinonachmittag passen gut. Danach wartet beim Heurigen eine warme Stube.
Häufige Fragen
Was kann man in Wien im Herbst unternehmen?
Beliebt sind Heurigenbesuche mit Sturm, Wanderungen im Wienerwald, Museumsbesuche und Ausflüge in die Weinberge rund um Wien.
Wann gibt es Sturm in Wien?
Sturm wird in der Lesezeit angeboten, typischerweise im Spätsommer und Herbst. Die genaue Saison hängt von der Lese ab.
Wo sieht man in Wien das schönste Herbstlaub?
Im Wienerwald, im Lainzer Tiergarten, am Kahlenberg sowie in großen Parks wie dem Türkenschanzpark und dem Schlosspark Schönbrunn.