Prater Hauptallee und Grüner Prater: Natur abseits des Riesenrads
Hinter dem Wurstelprater beginnt ein großer grüner Erholungsraum. Die Prater Hauptallee und der Grüne Prater im Überblick.

Wer an den Prater denkt, hat oft zuerst Riesenrad, Hochschaubahn und Würstelstände im Kopf. Doch der weitaus größere Teil des Praters ist grün: Wiesen, Auwald, Altarme und die berühmte Prater Hauptallee. Die schnurgerade, von Kastanienbäumen gesäumte Allee ist eine der beliebtesten Strecken der Stadt zum Spazieren, Laufen und Radfahren – und der Einstieg in den sogenannten Grünen Prater.
Die Prater Hauptallee im Überblick
Die Hauptallee beginnt in der Nähe des Pratersterns und führt geradlinig bis zum Lusthaus im Südosten. Sie ist für den Autoverkehr gesperrt und daher fest in der Hand von Fußgängerinnen, Läufern, Radfahrenden und Familien mit Kinderwagen. Die alten Kastanienbäume spenden im Sommer Schatten und sorgen im Frühling mit ihrer Blüte und im Herbst mit buntem Laub für ein besonderes Bild.
Entlang der Allee gibt es Bänke, Gastgärten und Zugänge zu den angrenzenden Wiesen. Wer möchte, kann jederzeit von der Hauptallee abbiegen und in ruhigere Bereiche wechseln.
Geschichte: vom Jagdgebiet zum Volksprater
Der Prater war lange ein kaiserliches Jagdgebiet. 1766 öffnete Kaiser Joseph II. das Areal für die Bevölkerung. Seither ist der Prater ein Ort der Erholung für alle. Das Lusthaus am Ende der Hauptallee erinnert an die Zeit, als der Adel hier Jagdgesellschaften und Feste abhielt.
Der Grüne Prater: Auwald mitten in der Stadt
Abseits der Allee zeigt sich der Prater als Teil der ehemaligen Donau-Auen. Alte Bäume, Totholz, feuchte Senken und Wasserflächen wie das Heustadelwasser prägen die Landschaft. Hier leben zahlreiche Vogelarten, Insekten und Kleinsäuger. Besonders am frühen Morgen hört man Spechte klopfen und sieht mit etwas Glück Eichhörnchen oder Rehe am Waldrand.
Lohnende Ziele im Grünen Prater
- Heustadelwasser: ein stiller Altarm mit Uferwegen und Wasservögeln
- Jesuitenwiese: große Wiese für Picknick, Ballspiele und Familien
- Konstantinhügel: eine kleine Erhebung mit Blick über das Grün
- Lusthaus: historischer Bau am Ende der Hauptallee mit Gastronomie
Laufen und Radfahren auf der Prater Hauptallee
Die Hauptallee ist eine der bekanntesten Laufstrecken Wiens. Die ebene, gerade Strecke eignet sich gut für gleichmäßiges Tempo, Intervalle oder lange, ruhige Läufe. Parallel verlaufen Wege, auf denen auch Radfahrende unterwegs sind. Wichtig ist gegenseitige Rücksicht: Langsame bleiben eher rechts, und mit Kindern oder Hunden sollte man auf den Verkehr achten.
Anreise und Tipps
Gut erreichbar ist die Hauptallee über den Praterstern, der von der U1 und U2 angefahren wird. Auch die U2-Stationen Messe-Prater und Stadion liegen in der Nähe des Grünen Praters.
- Am Wochenende früh starten, wenn es noch ruhig ist
- Für Ausflüge in den Auwald festes Schuhwerk tragen, da Wege nach Regen matschig sein können
- Im Sommer an Zeckenschutz denken, vor allem bei Wanderungen durch hohes Gras
- Hunde in Schutzbereichen und auf Spielwiesen an die Leine nehmen
Häufige Fragen
Wo beginnt die Prater Hauptallee?
Die Hauptallee beginnt in der Nähe des Pratersterns und führt geradlinig Richtung Südosten bis zum Lusthaus.
Dürfen Autos auf der Hauptallee fahren?
Nein, die Hauptallee ist für den Autoverkehr gesperrt und dient Fußgängern, Läuferinnen und Radfahrenden.
Was ist der Unterschied zwischen Wurstelprater und Grünem Prater?
Der Wurstelprater ist der Vergnügungspark mit Fahrgeschäften. Der Grüne Prater umfasst die weitläufigen Wiesen, Wälder und Gewässer rundherum.