Bezirke

Margareten: Der 5. Bezirk zwischen Wienzeile und Gürtel

Margareten ist dicht bebaut, urban und geprägt von Gründerzeit und Gemeindebau. Ein Überblick über den 5. Bezirk mit Öffis, Wohnlagen und Grätzl-Tipps.

WienPuls Redaktion · 8. August 2026 · 3 Min. Lesezeit

margareten: Symbolbild (KI-generiert)
Symbolbild, mit KI generiert (ChatGPT Image)

Margareten ist der 5. Wiener Gemeindebezirk und trägt die Postleitzahl 1050. Er liegt zwischen der Rechten Wienzeile im Norden und dem Margaretengürtel im Süden, eingerahmt von der Wieden und Meidling. Der Bezirk ist klein, dicht bebaut und vor allem ein Wohnbezirk: Touristenmassen sind hier selten, dafür gibt es ein ausgeprägtes Alltagsleben mit Märkten, Beisln und kleinen Geschäften. Wer Wien abseits der bekannten Postkartenmotive kennenlernen will, ist in Margareten richtig.

Margareten: Geschichte und Charakter

Der Bezirk entstand aus mehreren historischen Vorstädten, darunter Margareten selbst, Hundsturm, Laurenzergrund, Nikolsdorf, Matzleinsdorf und Reinprechtsdorf. Namensgebend war das Schloss Margareten, an das heute der Margaretenplatz und das sogenannte Schlossquadrat erinnern. Im 19. Jahrhundert wuchs der Bezirk stark, als Gewerbe und Wohnhäuser die einstigen Gärten verdrängten. Diese Gründerzeitbebauung prägt die Straßen bis heute.

Sehenswertes im 5. Bezirk

Margareten ist eng mit der Geschichte des Wiener Gemeindebaus verbunden. Entlang des Margaretengürtels entstanden in der Zwischenkriegszeit mehrere große Wohnanlagen, darunter der Reumannhof und der Metzleinstaler Hof. Wegen ihrer monumentalen Architektur wurde dieser Abschnitt oft als „Ringstraße des Proletariats“ bezeichnet. Ein Spaziergang entlang des Gürtels zeigt, wie das Rote Wien Wohnen neu gedacht hat.

Margaretenplatz und Schlossquadrat

Rund um den Margaretenplatz liegt das historische Zentrum des Bezirks. Die Häuser des Schlossquadrats bilden ein geschlossenes Ensemble mit Innenhöfen, in denen sich heute Lokale und kleine Betriebe befinden. Der Platz selbst ist ein beliebter Treffpunkt im Grätzl.

Öffis in Margareten

Die U4 verläuft entlang der nördlichen Bezirksgrenze an der Wienzeile, mit den Stationen Pilgramgasse und Margaretengürtel. Am Gürtel fahren Straßenbahnlinien wie der 6 und der 18, im Bezirksinneren sind Buslinien wie der 12A, 13A und 14A unterwegs. Am südlichen Rand liegt der Matzleinsdorfer Platz mit S-Bahn-Anschluss. Damit sind sowohl die Innere Stadt als auch der Hauptbahnhof rasch erreichbar.

Wohnen in Margareten

Margareten gilt als einer der dichter besiedelten Bezirke Wiens. Das Wohnungsangebot besteht überwiegend aus Altbauten der Gründerzeit und aus Gemeindebauten, ergänzt durch einzelne Neubauprojekte. Die Gegend nahe der Wienzeile und rund um die Pilgramgasse wirkt durch die Nähe zum Naschmarkt und zu Mariahilf urbaner, der Süden des Bezirks eher wohnlich und ruhiger. Grünflächen sind knapp, dafür gibt es mehrere kleinere Parks.

Grätzl-Tipps

  • Margaretenplatz: Zentrum des Bezirks mit Lokalen im Schlossquadrat.
  • Bacherpark: beliebter Park mit Spielplatz und Treffpunkt für die Nachbarschaft.
  • Einsiedlerpark: größere Grünfläche im Süden des Bezirks.
  • Schönbrunner Straße: Einkaufsstraße mit vielen kleinen Geschäften.
  • Margaretengürtel: Architekturspaziergang entlang der Gemeindebauten.

Margareten ist kein Bezirk der großen Sehenswürdigkeiten, sondern einer, der sich beim Gehen erschließt. Gerade das macht ihn für viele Wienerinnen und Wiener zu einem angenehmen Wohnort mitten in der Stadt.

Für wen sich Margareten eignet

Margareten passt zu Menschen, die zentral wohnen wollen, ohne direkt im touristischen Trubel zu leben. Die Wege in die Innere Stadt, nach Mariahilf oder zum Hauptbahnhof sind kurz, und viele Erledigungen lassen sich zu Fuß oder mit dem Rad machen. Wer ein ruhiges Grätzl sucht, sollte sich die Seitengassen abseits von Gürtel und Wienzeile genauer ansehen, denn dort ist es deutlich leiser. Familien schätzen die kleinen Parks und die Nähe zu Schulen, Studierende die Verbindung mit der U4 und die Lokale rund um den Naschmarkt.

Häufige Fragen

Welche Postleitzahl hat Margareten?

Margareten ist der 5. Bezirk und hat die Postleitzahl 1050.

Was ist die „Ringstraße des Proletariats“?

So wird der Abschnitt des Margaretengürtels genannt, an dem in der Zwischenkriegszeit große Gemeindebauten wie der Reumannhof und der Metzleinstaler Hof entstanden.

Welche U-Bahn fährt nach Margareten?

Die U4 mit den Stationen Pilgramgasse und Margaretengürtel bedient den Bezirk an seiner nördlichen Grenze.