Bisamberg: Wandern zwischen Weingärten und Trockenrasen nördlich der Donau
Der Bisamberg ist Wiens Hausberg jenseits der Donau. Weingärten, seltene Pflanzen und Kellergassen machen ihn zum lohnenden Wanderziel.

Nördlich der Donau, an der Grenze zwischen dem 21. Bezirk und Niederösterreich, erhebt sich der Bisamberg. Er ist gewissermaßen das Gegenstück zum Kahlenberg auf der anderen Flussseite und setzt den Wienerwald jenseits der Donau landschaftlich fort. Wer am Bisamberg wandert, erlebt eine Landschaft aus Weingärten, Trockenrasen, kleinen Wäldern und Kellergassen. Dazu kommt ein schöner Blick über die Donau und auf die Stadt.
Warum sich der Bisamberg lohnt
Der Bisamberg ist ruhiger als die bekannten Ziele im Wienerwald. Hier trifft man eher Einheimische als Touristinnen und Touristen. Die offene Landschaft mit ihren Weingärten sorgt für ein ganz eigenes, fast schon pannonisches Flair. Teile des Bisambergs stehen unter Naturschutz, weil hier seltene Pflanzen- und Tierarten vorkommen.
Natur am Bisamberg
Besonders bekannt ist der Bisamberg für seine Trockenrasen. Diese mageren, sonnigen Wiesen beherbergen Pflanzen, die man sonst eher in Steppenlandschaften findet. Im Frühling blühen hier unter anderem Küchenschellen und Adonisröschen – eine Zeit, auf die sich viele Naturfreundinnen und Naturfreunde jedes Jahr freuen. Auch Schmetterlinge, Heuschrecken und Eidechsen sind auf den warmen Flächen zu Hause.
Bitte beachten: Geschützte Pflanzen dürfen nicht gepflückt werden, und in den Schutzgebieten gilt Wegegebot.
Wandern auf dem Stadtwanderweg
Einer der offiziellen Wiener Stadtwanderwege führt über den Bisamberg. Er verbindet Weinorte wie Stammersdorf und Strebersdorf mit den Höhen des Bergs. Die Wegbeschreibung samt Karte und Anreise stellt die Stadt Wien online bereit – Details auf wien.gv.at prüfen. Die Steigungen sind moderat, der Weg ist für die meisten gut machbar.
Kellergassen und Heurigen
Ein Highlight sind die Kellergassen rund um Stammersdorf. Die kleinen Presshäuser und Keller reihen sich aneinander und zeugen von der langen Weinbautradition. Nach der Wanderung bietet sich ein Besuch bei einem der Heurigen an. Da die Ausschank-Zeiten stark variieren, vorab die jeweiligen Öffnungszeiten prüfen.
Die beste Zeit für den Bisamberg
- Frühling: Blütezeit auf den Trockenrasen
- Sommer: früh starten, da es kaum Schatten gibt
- Herbst: Weinlese und goldgelbe Weingärten
- Winter: klare Fernsicht an kalten Tagen
Ausrüstung
- Feste Schuhe – die Wege sind teils steinig oder lehmig
- Sonnenschutz und Kopfbedeckung, da viele Wege ungeschützt sind
- Ausreichend Wasser
- Zeckenschutz in der warmen Jahreszeit
- Fernglas für Vögel und Ausblick
Anreise
Der Bisamberg ist mit den Öffis gut erreichbar, etwa über Straßenbahn- und Buslinien nach Stammersdorf oder Strebersdorf. Die beste Verbindung zum gewünschten Startpunkt in der App der Wiener Linien abfragen.
Rücksicht in Weingärten und Schutzgebieten
Die Weingärten sind Privatflächen. Trauben gehören den Winzerinnen und Winzern, und Wege zwischen den Rebzeilen sollten nicht betreten werden, wenn sie nicht als Wanderweg ausgewiesen sind. Hunde an die Leine nehmen, besonders in den Schutzbereichen.
Bisamberg für Fotografinnen und Fotografen
Der Bisamberg ist ein dankbares Ziel für alle, die gerne fotografieren. Die Weingärten mit ihren Rebzeilen bilden grafische Muster, und vom Hang aus öffnet sich der Blick über die Donau auf die Silhouette Wiens. Besonders stimmungsvoll ist das Licht am späten Nachmittag, wenn die Sonne tief steht und die Weingärten in warme Farben taucht.
Häufige Fragen
Wo liegt der Bisamberg?
Der Bisamberg liegt im Norden Wiens, an der Grenze zwischen Floridsdorf und Niederösterreich.
Wann blühen die Küchenschellen am Bisamberg?
Die Blüte fällt in das zeitige Frühjahr. Der genaue Zeitpunkt hängt vom Wetter des jeweiligen Jahres ab.
Gibt es am Bisamberg einen Stadtwanderweg?
Ja, ein offizieller Wiener Stadtwanderweg führt über den Bisamberg. Details auf wien.gv.at.