Bezirke

Bezirk Wien: Die 23 Wiener Bezirke im Überblick

Von der Inneren Stadt bis Liesing: Welcher Bezirk in Wien wofür steht, wie die Postleitzahlen funktionieren und wie die Stadt zu ihren 23 Bezirken kam.

WienPuls Redaktion · 1. September 2026 · 3 Min. Lesezeit

bezirk wien: Symbolbild (KI-generiert)
Symbolbild, mit KI generiert (ChatGPT Image)

Wer nach einem Bezirk Wien oder einem bestimmten Bezirk in Wien sucht, stößt schnell auf ein System, das Einheimische fast im Schlaf beherrschen: Die Bundeshauptstadt ist in 23 Gemeindebezirke gegliedert, jeder mit eigener Nummer, eigenem Namen und eigener Bezirksvertretung. Ob Wohnungssuche, Behördenweg oder Ausflugsplanung – wer die Wiener Bezirke kennt, findet sich in der Stadt deutlich leichter zurecht. Dieser Überblick zeigt, wie das System aufgebaut ist und wofür die einzelnen Bezirke stehen.

Bezirk Wien: So funktioniert das System der Bezirke

Die Nummerierung beginnt im Zentrum und läuft grob im Uhrzeigersinn nach außen. Der 1. Bezirk, die Innere Stadt, ist der historische Kern innerhalb der Ringstraße. Rund um ihn liegen die Bezirke 2 bis 9, die bereits im 19. Jahrhundert als ehemalige Vorstädte eingemeindet wurden. Jenseits des Gürtels folgen die früheren Vororte, die 1892 zu Wien kamen. Die jüngsten Bezirke – Floridsdorf, Donaustadt und Liesing – erhielten ihre heutige Form erst im 20. Jahrhundert, Liesing als 23. Bezirk im Jahr 1954.

Die Postleitzahl verrät den Bezirk

Praktisch: An der Wiener Postleitzahl lässt sich der Bezirk ablesen. Die mittleren beiden Ziffern entsprechen der Bezirksnummer. 1010 steht für den 1. Bezirk, 1100 für den 10., 1230 für den 23. Bezirk. Im Alltag sprechen viele Wienerinnen und Wiener ohnehin lieber vom „Zehnten“ oder vom „Dritten“ als vom Bezirksnamen.

Alle 23 Bezirke in Wien auf einen Blick

  • 1. Innere Stadt (1010): Stephansdom, Hofburg, Ringstraße, Einkaufsstraßen wie Graben und Kärntner Straße.
  • 2. Leopoldstadt (1020): Prater, Augarten, Karmelitermarkt, Messe Wien.
  • 3. Landstraße (1030): Belvedere, Hundertwasserhaus, Verkehrsknoten Wien Mitte.
  • 4. Wieden (1040): Karlskirche, Naschmarkt-Nähe, Technische Universität.
  • 5. Margareten (1050): dicht bebaut, viele Gemeindebauten aus der Zwischenkriegszeit.
  • 6. Mariahilf (1060): Mariahilfer Straße, Naschmarkt, Haus des Meeres.
  • 7. Neubau (1070): MuseumsQuartier, Spittelberg, kleine Geschäfte und Lokale.
  • 8. Josefstadt (1080): flächenmäßig kleinster Bezirk, Theater in der Josefstadt.
  • 9. Alsergrund (1090): Universitätsviertel, Allgemeines Krankenhaus, Liechtensteinpark.
  • 10. Favoriten (1100): einwohnerstärkster Bezirk, Hauptbahnhof, Therme Wien.
  • 11. Simmering (1110): Gasometer, Zentralfriedhof.
  • 12. Meidling (1120): Bahnhof Meidling, Meidlinger Markt.
  • 13. Hietzing (1130): Schloss Schönbrunn, Lainzer Tiergarten.
  • 14. Penzing (1140): Kirche am Steinhof, Technisches Museum, Wienerwald.
  • 15. Rudolfsheim-Fünfhaus (1150): Westbahnhof, Wiener Stadthalle.
  • 16. Ottakring (1160): Brunnenmarkt, Wilhelminenberg.
  • 17. Hernals (1170): vom Gürtel bis Neuwaldegg und Wienerwald.
  • 18. Währing (1180): Türkenschanzpark, Kutschkermarkt.
  • 19. Döbling (1190): Grinzing, Heiligenstadt, Kahlenberg.
  • 20. Brigittenau (1200): zwischen Donau und Donaukanal, Millennium Tower.
  • 21. Floridsdorf (1210): nördlich der Donau, Bisamberg, Donauinsel.
  • 22. Donaustadt (1220): flächenmäßig größter Bezirk, Seestadt Aspern, Lobau.
  • 23. Liesing (1230): Wohnpark Alterlaa, Wotrubakirche, Maurer Wald.

Welcher Bezirk in Wien passt zu wem?

Eine pauschale Antwort gibt es nicht, aber grobe Muster lassen sich erkennen. Die inneren Bezirke innerhalb des Gürtels bieten kurze Wege, dichte Infrastruktur und Altbau, sind dafür meist teurer und lauter. Die westlichen Außenbezirke wie Hernals, Währing, Döbling oder Penzing verbinden Stadtleben mit der Nähe zum Wienerwald. Die Bezirke jenseits der Donau, Floridsdorf und Donaustadt, wachsen stark und bieten viel Neubau sowie Grünraum an der Alten Donau und in der Lobau. Im Süden punktet Liesing mit ruhigeren Wohngegenden und guter Anbindung über die U6 und die Südbahn.

Bezirksämter und Zuständigkeiten

Jeder Bezirk hat eine gewählte Bezirksvertretung mit einer Bezirksvorstehung an der Spitze. Für Bürgerinnen und Bürger wichtig sind die Magistratischen Bezirksämter, bei denen viele Behördenwege erledigt werden können. Welche Stelle zuständig ist, richtet sich in der Regel nach der Wohnadresse.

Häufige Fragen

Wie viele Bezirke hat Wien?

Wien ist in 23 Gemeindebezirke gegliedert, von der Inneren Stadt (1.) bis Liesing (23.).

Wie erkenne ich den Bezirk an der Postleitzahl?

Die zweite und dritte Ziffer der Wiener Postleitzahl ergeben die Bezirksnummer. 1160 steht also für den 16. Bezirk, Ottakring.

Welcher ist der größte Bezirk in Wien?

Flächenmäßig ist die Donaustadt der größte Bezirk, nach Einwohnern ist Favoriten der größte. Der kleinste Bezirk nach Fläche ist die Josefstadt.